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Carl Hermann Herminghaus

Anschlusstafel:Tabelle der ProminententafelnRittershaus–Herminghaus (PDF/JPG)
Tafelindex:Namenindex zu den Prominententafeln8 „Herminghaus“ auf 24 Anschlusstafeln

Personendaten:männlich (1859 – 1917) Eltern:Stammbaum  Verbindung:Familienblatt Luise Meta Theresa (Lieschen) Weddigen* 14.01.1866
∞ 18.10.1887 Düsseldorf
  Carl Hermann Herminghaus
† 06.06.1940
  (1866 – 1940)

Anmerkungen und LiteraturBibliografie

Carl (Hermann) Herminghaus, geb. 1859, verh. 18.10.1887, gest. 25.07.1917 (beschrieben von seinem Sohn Walter Herminghaus)

Über seine frühe Jugend liegen keine Nachrichten vor. Er selbst sprach gelegentlich davon, daß er mit seinem drei Jahre älteren Bruder Wilhelm immer gegen den 5 Jahre älteren Bruder Theo zusammengehalten hätte.
Zweimal wöchentlich war eine Kiepe mit Eiern auf den Elberfelder Markt zu bringen. Die Buben wechselten sich damit ab und brauchten an dem Tage nicht zur Schule beim Lehrer Gelderblom zu gehen. Einmal neckten die beiden jüngeren ihren Bruder, der gerade die Kiepe auf den Schultern hatte. Er kam zu Fall und der ganze Inhalt der Kiepe ergoß sich auf die Erde. Theo bekam dafür als erster den Hosenboden verdroschen, die beiden anderen gingen auch nicht straflos aus, denn ihr Vater tat alles, was er tat, gründlich. Der Lehrer erkannte seinerseits das Fernbleiben vom Unterricht wegen der Eierablieferung nicht als Entschuldigungsgrund an, wenn nicht eine elterliche Bescheinigung nachgewiesen wurde. Da diese aber nie ausgestellt wurde, trat der Rietstock des Lehrers in Aktion.
Mit 6 Jahren war Carl in die Volksschule in Wülfrath gekommen. Es war eine Ein-Lehrer-Schule, in der alle Klassen zusammen waren. Da blieb er drei Jahre, dann ging er nach Elberfeld in die Schule. Seine beiden älteren Brüder waren dahin mit Pferden geritten. Als Carl 9 Jahre war, wurde die Eisenbahnlinie Elberfeld - Vohwinkel - Aprath eröffnet. Nun konnten die Brüder die Schule mit dem Zuge erreichen, hatten aber bis zum Bahnhof Aprath noch einen längeren Fußweg.

- 1870 -
Im Kriegsjahr 1870, am 20. April, kam Carl in die Quinta des Friedrichsdorfer Instituts Garnier, nachdem er eine Aufnahmeprüfung bestanden hatte. Dort waren Wilhelm und Theo schon gut eingeführt. Die Schüler waren in großen Schlafsälen mit 15 Betten untergebracht. Direkt daneben war ein Lehrerschlafzimmer, so daß sie immer unter Aufsicht waren. Inmitten des Raumes hatten die Kommoden, in denen Wäsche und sonstiges Privateigentum untergebracht war, ihren Platz. Uniformröcke, Mützen und Stiefel waren in der Kleiderablage untergebracht.
Das Leben war streng geregelt. Im Sommer wurde um 5 Uhr geweckt, Waschen im Waschraum, Frühstücken im Essraum, Schulbeginn um 7 Uhr bis 12 Uhr, dann Mittagessen. Von 2-4 wieder Schule, nur Mittwochs und Sonnabends Plantation (Arbeit auf dem zum Institut gehörigen landwirtschaftlichen Betrieb) oder Promenade (gemeinschaftlicher Ausgang in Reih und Glied) oder in der damals kriegerischen Zeit auch mit Gewehren und Tornister als Gepäckmarsch, oder zum Schießstand. Von 4-7:30 war Zeit, die Arbeiten für die Schulaufgaben zu machen, danach Abendessen und danach bis 10 Uhr Beschäftigungsstunde, die man nach Wunsch verbringen durfte.
Monatlich wurde die Sprache gewechselt. Deutsch, Französisch, Englisch wurde dann in der Unterhaltung zur Pflicht. Mit Prügel und Karzer wurde gestraft. Bei schönem Wetter wurden Ausflüge in die schöne Umgebung gemacht, die als erfreuliche Abwechslung sehr geschätzt waren. Die Frau Professor scheint eine gute Hausmutter gewesen zu sein, die nicht duldete, daß die jüngeren Schüler von den älteren chikaniert wurden, und dafür sorgte, daß Knaben, die sich schlecht vertrugen, nicht im gleichen Schlafraum untergebracht waren. Jeder Zögling hatte seine Wäschenummer, die er selbst in seine Sachen nähen mußte. Bei Carls Einstellung schrieb er nach Hause, daß die Frau Professor die Hemden angemessen hätte: ...“Ich bekam die von Wilhelm, Wilhelm die von Theo und der bekam neue, die in Düsseldorf von Paas, Körber bezogen wurden.“
In der warmen Jahreszeit trugen die Jungen Drillichzeug und Strohhüte. Die Anstaltskleidung bestand aus dunkelblauen hochgeschlossenen Jacken, gleichfarbigen langen Hosen, gestrickten Strümpfen, Schnürschuhen oder Stiefeln. Zu den Hemden wurden steifgestärkte Kragen getragen und die Kopfbedeckung war die Anstaltsmütze. Es mag damals nicht selten vorgekommen sein, daß Schneider und Mützenmacher nicht genug Rohstoffe bekamen, um die Nachfrage zu decken. Ein Erlebnis erzählte Carl gern: Als die drei Brüder nach den Herbstferien, die sie immer zuhause verleben durften, im Zuge zurückfuhren, streckte Wilhelm seinen Kopf aus dem Coupéfenster, und der Fahrtwind entriss ihm die Mütze. Immer zu Schelmenstreichen aufgelegt, machte er seine beiden Brüder, die den Vorfall nicht bemerkt hatten, darauf aufmerksam, daß etwas Interessantes zu beobachten sei. Auch sie lehnten sich aus dem Fenster und verloren prompt ihre Mützen. Da damals gerade keine Mützen zu bekommen waren, mußten sie in Strohhüten gehen.
In den ersten Briefen, die Carl nach Hause schrieb, merkt man, daß er es schwer hatte, sich an das strenge Anstaltsleben zu gewöhnen. Die Eltern mögen das auch empfunden haben, und schickten Herrn Losenhaus, der Carl für den Anstaltsbesuch im Französischen vorbereitet hatte, zu Pfingsten nach Friedrichsdorf. Im nahen Homburg trafen sich Lehrer und Schüler und wohnten zwei Tage im Hôtel zum Anker. Auch Wilhelm und Theo wurden mit eingeladen und machten miteinander einen Ausflug nach Dornholzhausen. Im Juni starb Carls Lehrer Priva nach kurzem Kranksein an Schwindsucht und wurde am nächsten Tage beerdigt. Er war erst 32 Jahre und bei den Schülern sehr gut gelitten.
Die Eltern legten Wert darauf, daß sie allsonntäglich nach dem obligatorischen Kirchgang einen Brief schrieben. Carl hat sich auch meist daran gehalten, rügt aber seinerseits, daß er nur sehr selten Antwort erhält. Seine Mutter und Schwester Emilie, genannt Milla, schrieben meistens. Da kam es oft zu Vergleichen. So stellte Carl fest, daß die Kirschen im Taunus nur 4 Kreuzer des Pfund kosteten (= 4 Pfennig), während man dafür in Wülfrath 2 Silberlinge und 8 Kreuzer (= 28 Pfennig) zahlen mußte.
In den Herbstferien kamen die Brüder nach Wülfrath. Jedes Kind hatte im Garten ein Beet, wo es nach Wunsch Blumen ziehen durfte. Carl stellt dankbar fest, daß man in seiner Abwesenheit sein Beet gut versorgt hat. Auf der Rückreise verpaßten die Brüder in Frankfurt den Anschlußzug. Sie hatten die Anlagen besucht und sich bei der Rückkehr zum Bahnhof nicht zurechtgefunden.
In Friedrichsdorf konnten die Buben nichts kaufen. Wenn sie Weihnachtsgeschenke machen wollten, so mußten sie selbstgemacht werden. Carl schreibt: „Ich mache jetzt ein Ding, vor um an die Wand zu hängen, um die Streichhölzer daran anzustreichen.“ Im Singen und Zeichnen hat er immer gute Noten. Einmal wöchentlich hat er Klavierstunde. In den anderen Fächern kommt er gut mit. Turnen ist sein Lieblingsfach. Im Konfirmandenunterricht hat er viel auswendig zu lernen. Ob er so früh auf Wunsch seines Vaters daran teilnehmen mußte, obwohl er verfügte, daß er erst mit 15 Jahren konfirmiert werden durfte?
Im Spätherbst sind in Wülfrath alle erkrankt. Carl bittet um Erlaubnis, sich Schlittschuhe machen zu lassen. Auf dem Turnplatz wird bei Frostwetter abends gespritzt, um so eine Eisfläche zu bekommen. Zu Weihnachten bleiben die Brüder in Friedrichsdorf. Carl wünscht sich einen Sägekasten, oder - wenn der zu teuer ist - ein Briefmarkenalbum. Am 1. Januar schreibt er:
Ich kann euch nicht genug danken für die schönen Weihnachtssachen, die ihr uns geschenkt habt, besonders für die Sägesachen. Ich habe schon ein wenig gesägt, ein Garnwickler und ein Uhrgestell. Ich danke euch so gut ich kann und wünsche Euch ein fröhliches Neujahrfest. Wir wollen dem Herrn danken, daß er uns in diesem Jahr wieder so treu bewahrt hat, und ihn bitten, daß er uns auch in diesem Jahre behüte, denn wer weiß, ob wir dieses Jahr noch einmal überleben. Ich wünsche euch ein glückseliges Neujahr.
Es grüßt und küsst Euch
Euer geliebter Sohn Carl Herminghaus.
Zum Geburtstag am 12. Januar wünscht er sich ein Markenalbum. Es braucht nicht so ein dickes zu sein, wie Wilhelm gekriegt hat.

- 1871 -
Im Frühjahr schreibt er:
„Ich bitte Euch, daß Ihr mir erlaubt, mir eine neue Uniform anmessen zu lassen, ich kann doch nicht mit der alten nach Hause gehen. Wenn kein Rock, so erlaubt mir doch, daß ich mir eine Hose anmessen lasse. Sie ist schon am verschleißen. Es ist ja die alte Konfirmationshose von Theo, die auch Wilhelm lange getragen hat.“
Die drei Brüder haben sich in den Osterferien in Elberfeld photographieren lassen, um den Eltern eine Geburtstagsfreude zu machen. Die Rechnung ging nach Hause. Nun stottern sie den Betrag von ihrem Taschengeld ab. Anzahlung ein Thaler.
Carl bekommt die neue Uniform. Zu Pfingsten macht die Anstalt einen schönen Ausflug nach Salburg, Altkönig, Luthereiche, Oberursel. Nun ist der Bau auf dem Flehnberg in Wülfrath begonnen und die Briefe fragen oft nach dem Fortschritt der Bauarbeiten.
Die Herbstferien verleben die Brüder wieder in Wülfrath. Auf der Rückreise besuchen sie ihre Schwester Emilie, die in der Pension von Pastor Bungerot in Boppard ist, und machen mit ihr eine Wanderung zum Schloß Marienberg.
Zum Schützenfest bekamen die Zöglinge 12 Kreuzer Taschengeld.
Die militärische Auseinandersetzung mit Frankreich ist nicht ohne Einfluß auf die Jugenderziehung geblieben. Mittwoch und Samstag wird abends von 7 bis 9 exerziert. Gewehre werden empfangen und die oberen Klassen haben auch regelrechten Schießunterricht, während die unteren Klassen nur zu Geländeübungen und Gepäckmarsch herangezogen werden. Das Kriegsgeschehen ist in aller Mund, doch kommen nur spärlich Nachrichten den Schülern zu Ohren. Darum bittet Carl des öfteren um regelmäßige Zusendung des Bergischen Boten, um so über das Geschehen unterrichtet zu werden.
Wilhelm ist ernstlich erkrankt, wo er gepflegt wird, ist nicht erwähnt, jedenfalls bleibt sein Bett im Schlafsaal leer. Im November ist Wilhelm wieder gesund. Nun bekommen die Brüder auch das Mettmanner Kreisblatt mit dem Bergischen Hausfreund regelmäßig zugestellt. Sie haben ihre Unterhosen schon erhalten und ziehen sie auch immer an. Kurz vor Weihnachten kam es zu starkem Schneefall. Auf der Plantation wurde eine große Schneeballschlacht ausgetragen. Die drei oberen Klassen traten gegen die fünf unteren an.
Zu Weihnachten wünscht er sich ein Lesebuch und eine Farbschachtel. Carl und Theo arbeiten an Puppenbettchen, die sie für Luise und Maria sägen wollen. Zum Jahresschluss schreibt er:
Liebe Eltern! Der Neujahrstag naht schon wieder und ich sehe schon im Geiste, wie Euch die lieben Verwandten und Bekannten ihre Glückwünsche darbringen. Leider kann ich dieses diesmal nicht mündlich tun. Was ich aber kann, das will ich nicht unterlassen. Ich will wenigstens schriftlich die kindlichen Gefühle und Wünsche meines Herzens gegen Euch aussprechen. So wünsche ich Euch denn, daß das neue Jahr Euch in Eurem Glück nicht stören, sondern dasselbe noch vermehren möge. Gott aber gebe Euch eine langanhaltende Gesundheit, auf daß Ihr diesen Tag noch lange und zufrieden mit uns zubringen möget. Ich aber will Euer Glück durch Fleiß und Gehorsam zu vermehren suchen. Liebe Eltern! Vor allem danke ich Euch für die schönen Weihnachtsgeschenke. Es war hier sehr schön am Weihnachtsabend. Zuerst gingen die Sänger und die Trompeter in die Turnhalle, dann wir Zöglinge zwei und zwei hinein. Es war dort sehr schön. Über der Tür hingen Fackeln. In der entgegengesetzten Seite vier schöne Fahnen und in der Mitte, in einer kleinen Umzäunung, vier große und ein kleiner Tannenbaum. Zuerst las Herr Doktor Bachmann aus der Bibel vor und dann spielten die Trompeter, und die Sänger sangen einen Choral. Nachher wurden die Geschenke verlost. Ich habe ein Messerchen und einen Federwischer bekommen. Nachher erhielten wir die schönen Geschenke, worüber ich mich sehr gefreut habe. Und ich danke Euch von ganzem Herzen.
Es grüßt und küsst Euch
Euer gehorsamer Sohn Carl.

- 1872 -
Die Schule hat eine neue Mütze eingeführt. Die Brüder bitten um Erlaubnis, sich eine anfertigen zu lassen. Über das Taschengeld wird strenge Abrechnung erwartet. Carl hat das Pech, daß er sein Notizbuch verloren hat und es in zerrissenem Zustand wiederbekam. Nun kann er die Abrechnung nicht mehr zuwege bringen. Die Eltern sind noch immer nicht wieder gesund. Theo macht Ostern sein Einjähriges und verläßt die Anstalt.
Carl ist nun in Tertia. Im Rechnen hapert es, darum nimmt er darin Nachhilfe. Sein Onkel Wilhelm Heiden in Wülfrath hat die Pocken, wird aber bald geheilt und kann seine Tätigkeit in der Wülfrather Fabrik wieder aufnehmen. Wilhelm wird konfirmiert. Carl bittet um Hemden, er hat sich schon zweimal welche leihen müssen. (Später stellte sich heraus, daß in der Waschanstalt viel Wäsche geklaut wurde.) Carl nimmt Nachhilfe in Algebra und Geometrie. Großvater hat eine Kur in Bad Sooden gemacht, die ihm indessen keine Linderung seines Halsleidens brachte. Nach der Kur besuchte er mit Emilie die Söhne in der Anstalt.
Im Juni grassiert die Blatternseuche in der Gegend. Vorsichtshalber werden alle geimpft. Es kommt viel Einquartierung nach Friedrichsfeld. Dr. Schenk wird beritten und begleitet die Exerziermärsche zu Pferde.
Nach den Herbstferien macht die Anstalt einen Gepäckmarsch auf den Gaulkopf, der für die Schüler überaus anstrengend war. Pastor Sauvain fordert den Taufschein an. Carl soll aber erst im nächsten Jahre konfirmiert werden.
Zu Weihnachten schreibt Carl:
Ihr wißt, daß ich Euch nicht mit Geschenken, sondern nur mit Fleiß und Gehorsam u.dergl. danken kann. Dies verspreche ich Euch denn auch. Ich will mich anstrengen, die schlechten Noten in meinem Zeugnisse zu verbessern. Ich konnte kaum die Stunde abwarten, wo wir bescheert werden sollten. Ich hatte schon von mehreren Zöglingen gehört, daß unsere Kiste angekommen wäre. Schönere Geschenke wie diese hättet Ihr mir gewiß nicht schenken können, denn ich zeichne sehr gern und das Album kam mir auch sehr erwünscht. Ich habe meine Photographien schon hineingetan.
Die ganze Turnhalle war bekränzt. In der Mitte waren vier prachtvolle Weihnachtsbäume. Wir sangen, von der Orgel begleitet und der Schülerkapelle den Choral: „Dies ist der Tag, den Gott gemacht“. Dann hielt Herr Dr. Schenk eine schöne Rede über die Bedeutung der Feier. Danach wurden die Lose verteilt. Ich habe ein Schächtelchen mit Modellen zum Kolorieren gewonnen. Welch ein Jubel aber, als Herr Dr. uns erlaubte, unsere Kisten zu öffnen. Ich hatte Mühe, alle die schönen Sachen herauf in den Schlafsaal zu bringen.
Diesen Morgen bekamen Wilhelm und ich wieder ein Paket aus Mühlheim von Theo, in dem für mich eine Flöte war. In den Ferien werde ich hier darauf üben. Der Frau Dr. hat die Decke, die Theo selbst gewebt hat, außerordentlich gut gefallen. Sie hatte nicht gedacht, daß Theo das schon leisten konnte.
Geschrieben am 25.Dezember mit meinem allerherzlichsten Dank für die schönen Geschenke, abends 6 Uhr.
In aller Liebe,
Euer Sohn Carl Herminghaus.

- 1873 -
Zu Ostern sind Carl und Wilhelm versetzt worden. Carl und Wilhelm hatten die Erlaubnis bekommen, sich neue Uniformröcke und Hosen anfertigen zu lassen. Es fehlte den Schneidern an Stoff und so blieb es beim Anmessen. Der Physiker Reis, der Erfinder des Telefons, der bisher sehr geachtet war und als tüchtiger Lehrer galt, ist sehr viel krank und wird immer ausfallend, wenn ihn ein Schüler, der seine Ausführungen nicht verstand, um eine Erklärung bittet. Dann gerät er oft so in Wut, daß er den Fragenden ausschimpft und mit dem Stock unbarmherzig schlägt. Carl bittet um ein gutes Physikbuch, er möchte nicht wie sein Schulkamerad Simon verprügelt werden. Der fühlte sich ungerecht behandelt und brannte durch. Als er von seinem Onkel wieder zurückgebracht wurde, versuchte Dr.Schenk, zwischen dem Schüler und Reis zu vermitteln. Das Ende vom Lied war, daß Reis den Simon noch mehr beleidigte und noch nachhaltiger verprügelte als vorher. Daraufhin wurde von der Anstalt ein neuer Physiklehrer eingestellt.
Endlich konnte der Verbleib der vielen vermissten Wäschestücke geklärt werden. In der Wohnung des Gärtners, dessen Frau als Büglerin in der Waschanstalt tätig war, fand man große Mengen Bettzeug, Hemden, Kragen und 372 Paar Strümpfe. Ein ganzer Wagen voll gestohlenen Gutes konnte wieder herbeigeschafft werden.
Das Wohnhaus auf dem Flehnberg ist nun bezugsfertig. Lediglich an der Veranda sind die Arbeiten an der Lambrie und Decke noch nicht abgeschlossen. Zwei Ackergäule „Hertha“ und „Milli“ durften die Buben in den Ferien zur und von der Weide bringen. 4 Kühe wurden angeschafft, ein Obstgarten angelegt und 100 Bienenkörbe aufgestellt. Auch Tauben durften nicht fehlen. Die Quelle wurde gefasst, zwei Teiche am Hang angelegt und eine 8-PS-Dreschmaschine ist allergrößte Neuheit. Sie sorgt auch dafür, daß das Wasserreservoir im Hause immer gefüllt ist, denn auf dem Berge gibt es keine Wasserleitung.
Die Hammersteiner Fabrik bekam eine Dampfmaschine und wird nun bald ihre Arbeit aufnehmen können. Dort sollen schwere Wollstoffe angefertigt werden

- 1874 -
Der von den Schülern so geschätzte Lehrer Bachmann hatte zwei Schlaganfälle und starb. Er war das Opfer seines großen Fleißes. Die Schüler werden angehalten, für die Witwe des Verstorbenen zu sammeln. Auch Lehrer Reis ist hoffnungslos erkrankt. Carl wird versetzt und konfirmiert. Zur Einsegnung kommt sein Vater mit Emilie nach Friedrichsdorf. Sein Bruder Wilhelm wird zur Abschlußprüfung im Frühjahr nicht zugelassen. Im Juli, beim nächsten Termin, besteht er die Prüfung und verläßt die Anstalt.
Im November verstarb der Apotheker Hermann Dörr, der nach der Ausbezahlung jeden Verkehr mit der Familie Herminghaus und selbst mit seiner Tochter abgebrochen hatte.
Seine Mutter, die diesen unglücklichen Zwist gerne geschlichtet hätte, und sich mit beiden Seiten gut zu stellen wußte, litt sehr darunter, konnte aber gegen den Dickkopf ihres Sohnes nichts ausrichten. Sie war es, die ihre Enkelkinder gerne bei sich sah und auch gerne mit den in jener Zeit noch raren Süssigkeiten verwöhnte. Sie wohnte im Ortsteil Hose und wurde daher zum Unterschied zur Oma Herminghaus „die Oma in der Hose“ genannt.
Ihrer Vermittlung ist es auch zu danken, daß der betagte Kommerzienrat nach dem Tod seiner ersten Frau im Alter seine inzwischen verwitwete erste Liebe noch ehelichen konnte.
Aus Carls Briefen geht deutlich hervor, daß der Anstaltsleiter immer mehr an Autorität einbüßt. Der alte Lehrerstamm stirbt langsam aus oder wandert ab in besser bezahlte Stellen. Die dafür eingestellten Elementarlehrer sind ihren Anforderungen nicht gewachsen und die Disziplin am Institut läßt sehr zu wünschen übrig. Beim Schützenfest trieben sich Oberschüler verbotenerweise in einem Tanzlokal herum und kamen angetrunken heim.
In einem anderen Fall wurde Carl in Mitleidenschaft gezogen. Er schreibt darüber:
Vorigen Montag hatten 6 Zöglinge in unserem Schlafsaale Bier (ich weiß nicht, wie sie es bekommen haben) und spielten dabei mit einem sogenannten Pariser Einzugsspiel, wobei es solche Karten gibt, auf welchen die Heerführer der verschiedenen Parteien abgebildet sind. Währenddessen saß ich mit noch einem aus meiner Klasse an einer Kommode und arbeitete an einer Rechenaufgabe, was wir später mit Geschichte vertauschten. Uns wurde auch ein Glas angeboten und wir nahmen es leider an, wodurch wir natürlich nicht ganz schuldlos sind. Auf einmal ging die Tür auf und Herr Garnier trat herein, worauf alle in die Betten flohen, nur wir nicht. Am anderen Morgen schrieb er den ganzen Schlafsaal ins Klassenbuch, mich natürlich nicht ausgenommen, obgleich ich nicht mitgespielt hatte und kein Bier geholt hatte. Alle Einwendungen halfen nichts, sondern es hieß „Mit gefangen - mit gehangen“. Bitte verzeiht mir das Vergehen, Bier ohne Erlaubnis getrunken zu haben. Ich schreibe Euch dies, um, wenn es in mein Weihnachtszeugnis kommen sollte, Euch die Weihnachtsfreude nicht zu verderben, die aber wohl schon getrübt sein wird. Ich verspreche Euch, mir nie wieder ein solches Vergehen zu Schulden kommen zu lassen. Außerdem hat mir Dr.Schenk gestern einen Gruß für Euch bestellt und gesagt, daß ich Euch bitten sollte, die Weihnachtsbescheerung nicht zu spät zu schicken.
Hier haben wieder 3 Scharlachfieber und einer liegt an schwerem Thyphus darnieder. 4 Ärzte hatten ihn schon aufgegeben; aber jetzt ist er schon auf der Besserung. Ihr könnt euch denken, daß das sehr traurig ist. Bitte vergebt mir und grüßt alle.
Besonders grüßt und küßt Euch herzlich
Euer innigstgeliebter Sohn Carl Herminghaus.
Seiner Schwester Emilie, die an Rheuma leidet, schrieb er am heiligen Abend vor der Bescheerung über die Vorbereitungen zur Feier:
Hier hat man sehr großartige Anstalten gemacht zur Feier des heiligen Weihnachtsfestes, das endlich herangelangt ist. Wir haben 5 Bäume in der Turnhalle, ungefähr so groß wie eine Bohnenstange und mit allerhand Zierrathen reichlich behangen. Was wird das erst eine Pracht sein, wenn die 280 Lichter derselben den Glanz der goldenen Äpfel, Nüsse, Ketten und wie die Sachen alle heißen mögen, zurückstrahlen und die Kisten erst geöffnet werden.
Mit dem Wunsche, daß Du das heilige Weihnachtsfest heiter und gesund verleben mögest, verbleibe ich Dein Dich innigst liebender Bruder
Carl Herminghaus

- 1875 -
„Entschuldige gefälligst, daß ich Dir noch nicht gratuliert habe.“ In einem Geburtstagsbrief an seine Mutter heißt es: „Ich wünsche Dir Gottes Segen und viel Glück zu deinem Geburtstage, den Du noch recht oft erleben mögest. Wir haben alle Ursache, dem Herrn für seine Güte, die er Dir und uns allen erwiesen hat, zu danken. Natürlich haben mir die Strümpfe gut gefallen. Sie sitzen mir vortrefflich und warm und reichen mir bis übers Knie.
Wir kommen wahrscheinlich am 13.März, oder vielmehr ich komme, denn hoffentlich wird Wilhelm sein Examen machen und früher kommen. Die Zulassung-Conferenz findet erst heute abend statt. Zuletzt wünsche ich Dir noch eine gesunde und sorgenlose Zukunft und bleibe Dein Dich innigst liebender Sohn
C.Herminghaus
Wilhelm, der nach seinem Zeugnis zu Weihnachten bestimmt damit gerechnet hatte, daß man ihn zur Abschlußprüfung zulassen werde, wurde enttäuscht. Nun sitzen die beiden Brüder nebeneinander in Untersekunda. Im Mai schreibt Carl:
Wir haben vorigen Dienstag einen sehr vergnügten Tag gehabt, indem wir einen Ausflug machten. Wir gingen zuerst nach Saalburg, wo wir die Trümmer der alten Römerkastelle Arctaunum besuchten, von dem noch alle Gräben, Thore und Mauerreste zu sehen waren. Auf dem Kirchhofe angekommen, gingen wir in das Gräberhaus. Auf jedem Grabe standen außer einer großen Urne zwei kleine. In der großen befand sich außer der Asche des Todten ein Stück Geld. Sie hatten nämlich die Sage, daß sie nach dem Tode, bevor sie den Olymp bestiegen, erst über den Acheron müßten. Das Geld war als Fährlohn bestimmt. Nicht weit von der Römerburg befinden sich die Trümmer einer deutschen Burg. Die Befestigungen bekriegten sich gegenseitig zur Zeit, als Hermann die Römer in der Schlacht im Teutoburger Walde schlug. Von der Siedlung gingen wir über Dornholzhausen nach Hause.
Im Juni wird Wilhelm zur Abschlußprüfung zugelassen und besteht sie.
Carl ist enttäuscht über sein Herbstzeugnis. Die ganze Klasse ist empört. Dr. Schenk war krank und trotzdem gab er Noten, die durchweg schlechter waren, als sie nach den Arbeiten sein durften. Nach den Herbstferien gibt Carl seine Musikstunden auf, um sich intensiver den Schulaufgaben widmen zu können. Im Herbst feierten seine Eltern die silberne Hochzeit. Sein Weihnachtszeugnis läßt erwarten, daß er im nächsten Frühjahr auch die Prüfung besteht. 1 x Arrest, Betragen und Zeichnen gut, sonst alle Fächer genügend und in Geschichte fast genügend.
Die Garnier´sche Erziehungs- und Unterrichts-Anstalt besuchten im Jahre 1875 242 Schüler. Davon waren 228 Interne und 14 Externe. Das Pensionsgeld betrug im Jahre 1000,- Mark - in damaliger Zeit eine Ausgabe, die selbst einem Fabrikanten nicht immer leicht fiel.
Nach den großen Ferien schreibt Carl nur noch sehr selten. Am liebsten würde er nach der Abschlußprüfung das Polytechnikum in Stuttgart besuchen. Sein Vater kann sich für diesen Plan nicht recht entschließen, weil er fürchtet, das freie Studentenleben könnte Carl auf Abwege bringen. Zur Vorbereitung zur Weihnachtsfeier darf Carl helfen, die Turnhalle zu schmücken. Dann reißt der Briefwechsel ab. Ob Carl krank war?

- 1876 -
Im Februar machte Carl noch das schriftliche Examen mit. „Ich hoffe, daß die Arbeiten gut ausgefallen sind. Herr Marmier sagte mir, daß er zwei Rehe für den Flehnberg besorgen wollte.“ Dann fehlt jeder Briefwechsel und Carl schreibt erst wieder aus Bad Pyrmont, am 18.7.76 :
Lieber Papa!
Ich kam hier gestern Mittag an und begab mich gleich zum Hôtel „Zur Krone“ von Aders und Krüger, um mir einen Platz zu reservieren. Ich hatte es gut getroffen, indem gerade ein Platz neben Mama frei war, den ich belegte. Ich ging nun in den Garten und wartete, bis unsere lieben Angehörigen ihren Platz an der Tafel eingenommen hatten. Dann setzte ich mich neben Mama. Ich wurde erst garnicht bemerkt. Erst nachdem ich Mama angestoßen hatte, sah mich Maria und rief ganz laut: „Mama, der Carl ist da!“ , worauf sich alle Blicke auf mich richteten. Maria hat die ganze Zeit gelacht und konnte garnicht aufhören, mich auf den Kellner aufmerksam zu machen, der die Serviette in der Westentasche trug. Sie sind alle recht wohl und lassen dich herzlich grüßen. Ich habe mich nach dem Wettrennen erkundigt, konnte aber nirgends eine bestimmte Antwort bekommen. Gestern abend frug ich den alten Herrn Seebohm, der ganz bestimmt meinte, daß es schon Samstag morgen um 8 oder 9 anfangen werde. Heute morgen war ich mit Mama in der Dunsthöhle, wo ich auch einmal Kohlensäure gerochen habe. Mama wünscht in einem anderen Gasthof zu dinieren, weil das Essen hier viel zu wünschen übrig läßt. Wir haben heute nachmittag einen Ausflug auf den Königsberg gemacht. Wir erwarten Dich Freitag morgen oder abend.
In der Hoffung, Dich dann hier zu sehn, verbleibe ich unter herzlichem Gruße und Kusse Dein Dich liebender Sohn Carl Herminghaus.
Dann hören wir erst wieder von einer Rheintour bei Rüdesheim, auf der sie (leider weiß man nicht, wer der Begleiter war - ich nehme an, daß es Wilhelm war, der in Mühlheim im Elsaß die gleiche Route fuhr) mit Eseln ritten. Am nächsten Tag fuhren sie weiter nach Frankfurt und fuhren vom Bahnhof mit der Pferdebahn zum Zoologischen Garten, den sie als sehr sehenswert auch ihrem Vater zu besuchen empfahlen.
Wahrscheinlich hat Carl im Frühjahr auch das mündliche Examen bestanden, und sich dann einige Zeit zuhause aufgehalten, wo sein Vater sicher dafür sorgte, daß er sich in irgendeiner Weise nützlich machte. Die polizeiliche Abmeldung von Elberfeld und die Bestätigung, daß er am Polytechnikum in Stuttgart angekommen ist, beweisen, daß er seinen Willen, Physik und Chemie zu studieren, endgültig durchgesetzt hat.
Am 16.10. beginnt das Wintersemester.
Er schreibt:
Herr Dr. Wippermann hat meinen Brief noch nicht beantwortet, so daß ich hinsichtlich des chemischen Laboratoriums bei Professor Marx noch nichts tun konnte. Herr Professor Lobenhofer läßt Dich, lieber Papa, grüßen, und Dich bitten, umgehend eine schriftliche Einwilligung zu meinem Eintritt in´s Polytechnikum einzusenden, wie es die Form erheischt. Ich war heute hier in der alten Stiftskirche, an deren altem Turme die Jahreszahl 1553 zu lesen ist, und hörte den Prälaten Krafft, welcher sehr gut prädigte. Nächsten Sonntag werde ich Gelegenheit haben, Gerok zu hören, der an der Schloßkirche angestellt ist. Gestern machten wir mit Herrn Professor Lobenhofer einen Spaziergang auf's Land, in das Dorf Schneid. Da haben wir den neuen Wein geprüft, der sehr leicht war, und dann gingen wir in einen Weinberg und aßen uns an Trauben satt. Es gefällt mir hier im Hause sehr gut. Ich glaube, Herr Silber hat Recht, wenn er sagt, es wäre hier fast zu gut, denn wir bekommen ein sehr gutes und reichliches Essen. An Fleisch bekamen wir heute Gänsebraten und Roast-beef und gestern Fricandau und Hahnenbraten. Außerdem haben wir jeden Mittag Dessert. Was macht Juno? Ich werde morgen mit frischem Mut an die Arbeit gehn, und will mich bestreben, Euch Freude zu machen.
Er hält sich den Zeitungsboten von Langenberg. In diesem Jahre kann er endlich wieder einmal das Weihnachtsfest daheim feiern. Er hofft, daß man ihn mit dem Wagen in Vohwinkel oder wenigstens in Aprath am Bahnhof abholt. Er erhält von zuhause die Erlaubnis, sich vor dem Fest noch einen neuen Anzug machenzu lassen. Der kostet 122,40 Mark, damals wohl ein recht hoher Preis, der nicht beanstandet wird. Es scheint so, als ob man ihn nun nicht mehr als Kind behandelt, dem man bei all seinen Wünschen einen Riegel vorschieben muß, er handelt jetzt freier und selbstständiger, wenn er auch über all sein Handeln Rechenschaft ablegt.
Bevor das Semester endet, schreibt er seinem Vater:
Vor 4 Wochen habe ich im Laboratorium eine Arbeit angefangen, die ebenso interessant wie lehrreich ist. Sie wird mir wohl auch später einmal von Nutzen sein. Es ist die Darstellung eines neuen Farbstoffes, erst jetzt erfunden und noch Fabrikgeheimnis. Ich habe guten Erfolg gehabt und werde die Arbeit vor dem Fest beenden.
Zuerst wohnte er bei einem Herrn Lobenhofer, wo er 150,- Mark Pension zu bezahlen hatte und reichlich üppig verpflegt wurde. Nun wohnt er bei Jauss und ißt mit anderen Studenten in einer Pension und spart dadurch monatlich 50,- Mark. Bevor er nach Stuttgart ging, ließ man ihm einen Anzug zuhause machen, der sehr schlecht saß und ihm zu eng war. Ähnlich erging es mit den Schuhen, denn .... „Stammeshaus hat mir meine neuen so eng gemacht, daß ich nun immer mit Hühneraugen zu tun habe. Der beste Schneider hier ist auch Dein Kunde und bezieht Zanella von Dir. „
Von diesem durfte er sich auch den teuren Anzug machen lassen.
Die Stuten haben wohl gefohlt. Carl erkundigt sich nach den kleinen „Juno“ und „Fritzchen“.

- 1877 -
Am 8.2. berichtet Carl, er habe einen Freund verloren, der nach kurzer Krankheit an Genickstarre verstorben sei. Auf dem Flehnberg ist das Treibhaus in Bau. Nun ißt er auch bei Jauss, der Direktor einer Mädchenschule ist. Kinder sind nicht im Haus. Sein Zimmer ist groß und gut möbliert. Die Semesterkosten für das Polytechnikum betragen 100,- Mark. Ende März beginnen die Osterferien. Carl fährt nicht nach Haus, sondern macht mit einigen andern Studenten eine mehrtägige Wanderung nach Reutlingen, Tübingen und die Schwäbische Alp. Carl leidet wieder unter argen Zahnschmerzen. Im Mund hat sich ein Abzeß gebildet, den er herausschneiden lassen will. Er bekommt 100,- Mark und die Erlaubnis, die geplante Tour zu machen. Zu seines Vaters Geburtstag wünscht er ihm das Beste, was wir Menschen hier auf Erden genießen können, „Gottes Segen!“.
Im Frühling wurde das Haus in Düsseldorf auf der der Wasserstraße gekauft. Das Pferd Milli ist an Kolik eingegangen. Im Hause des Professors Jauss hat Carl ein echtes Heim gefunden. Er fühlt sich in die Familie aufgenommen, spielt mit dem Professor Schach und macht abends mit dem Ehepaar Ausflüge in die Umgebung. Das Essen ist gut und reichlich, und wie es sich bei jeder christlichen Familie gehört, wird beim Mittag- und Abendessen gebetet.
Carl darf sich bei Herrn Bender einen Sommeranzug machen lassen. In den Osterferien macht er täglich einen zweistündigen Spaziergang und überarbeitet, was er in den Vorlesungen notierte. Am Ende seines Briefes dankt er seinem Vater für die unerschöpfliche Liebe. Der Sommeranzug kommt auf 97,- Mark und sitzt wie angegossen. In den Sommerferien ist Carl zuhause. Zu Weihnachten wünscht er sich Wagners Technologie, ein wissenschaftliches Buch, und ein paar Stiefel. Stuttgart ist im Herbst und Winter ein schreckliches Drecknest. Fast keine Straßen sind gepflastert. Nachträglich möchte er noch ein Spektroskop für seine Arbeiten haben. Zum Weihnachtsfest fährt Carl nicht nach Hause, aus Sparsamkeitsgründen.
(Am 23.9.1877 verstarb die Großmutter Herminghaus (geb.Rocholz).)

- 1878 -
Seine Weihnachtswünsche wurden erfüllt. Carl ist krank und muß den Arzt aufsuchen. Kurz darauf hat er sich eine Verrenkung und Quetschung des rechten Fußes zugezogen. Da damals in Stuttgart ein Student infolge eines Duells starb und Carl noch den Wunsch äußerte, in einem wissenschaftlichen Verein Mitglied werden zu dürfen, schöpfte sein Vater Verdacht und entsandte Theo, der sich überzeugen sollte, ob Carl vielleicht einer schlagenden Verbindung beigetreten sei. Carls Kranksein konnte ja auch eine andere Ursache haben. Mit Theo macht Carl einige Spaziergänge in die Umgebung. Von einer Verbindung hört man nichts, trotzdem Carl, wie er gerne später erzählte, und wie es sein altes Seidel beweist (auf dem die Jahreszahl 1878 und 18 Namen eingraviert sind) , einer Verbindung zugehörte.
Herr Jauss, der kürzlich Professor wurde, und der nicht mehr pünktlich zu den Mahlzeiten kommen kann, möchte es seiner Frau nicht länger zumuten, daß sie Pensionären Mittag- und Abendessen kochen muß. Carl könne getrost bei ihm wohnen bleiben; er möge sich aber nach einem anderen Mittags- und Abendtisch umsehen. .....“ Herr Jauss ist morgens um 11 Uhr frei und möchte um 12 Uhr sein Essen haben. Ich komme erst um 1 Uhr nach Hause und muß mich nach Professor Marx richten. Solang ich hier bin, habe ich gebeten, mir das Essen in die Wärme zu stellen. Frau Jauss möchte nicht immer 2 x auftragen und 2 x abräumen. Abends paßt es noch schlechter zusammen. Dann gehen sie oft aus und können erst weg, wenn ich versorgt bin. Laßt mich hier wohnen bleiben, und erlaubt mir, daß ich die Mahlzeiten in einer Pension mit ca. 15 jungen Leuten einnehmen kann. Da kostet das Mittagessen 90 Pfennig und das Abendessen 80 Pfennig. Ich könnte dann mit 120 Mark monatlich gut auskommen, das wären im Jahre 1440 Mark gegen 1800 Mark, die ich jetzt ausgebe.“
Man hört in diesem Briefe, daß Theo s.Z. den Preis mit Frau Jauss vereinbart hat. Carl bittet dann darum, ihm ein Fixum zu setzen und ihn für sich selbst sorgen zu lassen, um selbstständiger zu werden. Er will auch über alle seine Ausgaben gewissenhaft Abrechnung leisten. 14 Seiten ist dieser Brief lang, und man kann ihn nicht lesen, ohne zur Überzeugung zu kommen, daß es sein größter Wunsch ist, endlich vom väterlichen Gängelband loszukommen. Man hört dann nichts mehr, was die Eltern zu seinen Wünschen zu sagen haben. Die großen Ferien ist er zuhause, wo er, wie schon im vergangenen Jahre, ohne viel Aufwand experimentiert und vor allem Färbeversuche macht. Am 9. September finden wir Carl und Wilhelm in Paris, um über einige Firmen Erkundigungen einzuziehen. Sie benutzten die Gelegenheit, das Schloß in Versailles zu besichtigen. Überall konnte man noch Spuren des letzten Krieges sehen. Den Louvre und den Friedhof Pêre Lachaise besuchten sie. Der Aufenthalt betrug nur einige Tage. Sein Vater läßt durch Carl das verwendete Maschinenöl der verschiedenen Werke auf den Säuregehalt untersuchen. Auch über Schmierfett gibt Carl Auskunft, und nach den Ferien geht er auf Wohnungssuche, bleibt aber bei Jauss wohnen und ißt nur bei einer Witwe, wo er für Mittag- und Abendessen 52 Mark zu bezahlen hat. Abends ist er oft noch ein Stündchen bei Prof. Jauss, der mit dieser Regelung sehr einverstanden ist. Zum Weihnachtsfest will Carl in Stuttgart bleiben. Er erhält 40 Mark, um auch Geschenke machen zu können. Den heiligen Abend verlebte er in der Familie Jauss. Überschwenglich dankt er für die Geschenke. Die Monatsabrechnung lautet über knapp 200 Mark.

- 1879 -
Carls Studien gehen ihrem Ende zu. Er schlägt seinem Vater vor, ihn auf ein halbes Jahr auf die Webeschule zu schicken. Dann wäre es an der Zeit, sein Jahr beim Militär zu dienen, und als Abschluß eine perfekte Ausbildung als Färbereifachmann. Carl untersucht das Flehnberger Quellwasser und findet es ausgezeichnet. Im April geht das Semester zuende. Professor Marx schlägt ihm vor, er wollte ihm eine Sonderaufgabe stellen, daß er als Dyplomchemiker das Polytechnikum verlassen könnte. Carl ist der Ansicht, er könnte in Stuttgart nichts mehr lernen. Zum Abschluß wird Carl mit einigen anderen Laboranten zu einer Abschlußfeier eingeladen. Carl erhält ein gutes Abschlußzeugnis. Anschließend arbeitet er in einem schlecht geheizten und stickigen Laboratorium in Elberfeld und zieht sich einen Dauerhusten zu. Im September macht er mit Wilhelm und einem Bernhard eine Moseltour von Coblenz bis Trier. Seine Schwester Emilie wohnt nun fest mit ihren jüngeren Schwestern in Düsseldorf in der Wasserstraße. Im März grassiert in Wülfrath die Dyphteritis, an der viele sterben. Carl untersucht auch das Wasser des Teiches und findet, daß es als Trinkwasser nicht infrage kommen kann.
Aus den Briefen hört man immer wieder, daß die Industrie sehr schlechte Zeiten hat.
Auf dem Flehnberg wurde ein Hirsch ausgesetzt, der sich auf der Weide tummeln darf. Das ganze Gelände ist eingefriedigt worden. Der Hirsch hieß „Hans“ und kam später in den Düsseldorfer Zoo.

- 1880 -
Im August 1880 ist Carl auf der Leipziger Messe. Am 16.8 fängt er als Volontär bei der Firma Macht, Peter & Baumgärtel in Meerane an. Carl hat seine Wohnung mit voller Pnsion bei einer Familie Beyer, wo es gute Hausmannskost gibt. Zuerst arbeitet Carl auf dem Lager. Die Firma besteht aus drei Einzelwerken in Meerane, Zeulenroda und Asch. Es wird stramm gearbeitet: Von / Uhr morgens bis 1/2 1 Uhr und 1/2 2 bis 8 Uhr ist die normale Arbeitszeit. Je nachdem, wieviel Arbeit vorliegt, wird auch länger gearbeitet. Fabriziert werden baumwollne und wöllne Kleiderstoffe. Exportiert wird nach Japan, Amerika und England. Die Weberinnen verdienen wöchentlich 5,- Mark. Uberstunden bis 1/2 10 Uhr abends werden nicht vergütet. Auch die männlichen Arbeitskräfte werden nicht besser bezahlt. Alle Arbeiter gehen baarfuß und sind erbärmlich gekleidet. Später arbeitet Carl auf dem Comptoir und stellt Collektionen zusammen. Theodor bekommt auch eine. Er arbeitet bei einem Vertreter der Firma Herminghaus & Co namens Stöcker in London. Durch Carls Vermittlung engagiert sein Vater, der in Greiz Maschinen einkauft, auch einen Webermeister mit dem Wochenlohn von 30,- Mark für die Hammersteiner Fabrik. Weihnachten will Carl in Meerane bleiben. Für seinen kranken Chef bestellt er ein Kistchen leichte Cigarren bei seinem Vater. Im Oktober ist Carls Chef, Herr Macht, auf einer Geschäftsreise in London und will auch Elberfeld aufsuchen.Carl sorgt dafür, daß sein Vater mit ihm zusammentrifft. Im Oktober besucht Carl die Bornemannsche Färberei. Im Dezember verlobt sich Herr Baumgärtel. Theo und Wilhelm sind beide in London und feiern auch das Weihnachtsfest dort. Carl wünscht für seinen Chef und Herrn Bayer, bei dem er wohnt, und der sehr krank ist, eine Kiste Cigarren. Carl feiert mit der Familie Bayer Weihnacht. Diesmal feiern die Hermeküser in Düsseldorf in der Wasserstraße. Carl muß am 2. Weihnachtstage arbeiten.

- 1881 -
Die Textilindustrie hat schlechte Zeiten. Selbst Herminghaus & Co mußte zeitweise nur halbe Tage arbeiten. Zum Geburtstag seines Vaters - es ist der 55-zigste - schreibt Carl:
Wenn ich Dir auch diesmal nicht mündlich meinen Herzenswunsch ausdrücken kann, so magst Du Dich doch versichert halten, daß er deshalb nicht minder herzlich ist. Vor allen Dingen sind wir ja Alle dem Lieben Gott großen Dank schuldig, daß er Dich uns erhält und so reichlich segnet. Mein Wunsch geht dahin, daß er seine treue Hand auch ferner auf Dir ruhen lassen und Dich uns noch lange erhalten möge. Also von ganzem Herzen Gottes reichen Segen und glückliches Leben.
Im Übrigen tue ich, was in meinen Kräften liegt, mir die nötigen Kenntnisse zu meinem einstigen Beruf zu erringen. So beschäftige ich mich z.B. jetzt mit der Fabrikation ganzwollner Stoffe, Merinos & Mousseline etc., wie solche in Gera & Greiz aber auch in unserem Geschäft für den Export gefertigt werden. Gerade dem Leimen der Kette widme ich ganz besonderes Interesse. In nächster Zeit gehe ich mit einem hiesigen Freund nach Greiz, um mir dort von einem Arbeiter die verschiedenen Manipulationen der Leimerei zeigen zu lassen. Hier geht das Geschäft ganz miserabel. Wandern denn bei uns auch so viele Menschen nach Amerika aus? Hier sind es schon seit Monaten ganze Karawanen, oft über 100 Personen täglich, die mit dem kargen Lohn von 5 - 6 Mark wöchentlich ihr Leben nicht mehr fristen können.
Am 5.März ist Carl in Leipzig, wohin ihn ein Telegramm von Theo, der von London aus zur Messe fuhr, beorderte, ohne seinen Vater davon in Kenntnis zu setzen. Theo blieb eine Woche und besuchte auch die Firma Macht, Peter & Baumgärtel in Meerane. Im März stirbt Herr Bayer, bei dem Carl in Pension ist. Carl bestellt einen Palmzweig mit Bouquet und Schleife, Summa 8.10 . Sein Vater ist wieder in Reichenberg. Auch die Wülfrather Fabrik hat eine Flaute. Die Leimerei von Wollstoffkette ist in den meisten Briefen das Thema. Carl besucht diverse Firmen und achtet besonders auf die Leimerei. Von einem Meister erfährt er alles, was er wissen wollte, und kann seinem Vater sogar einen Meister in diesem Fach für die Hammersteiner Fabrik anwerben. Carl kommt langsam hinter alle erwünschten Kniffe und läßt für seinen Vater eine komplette Leimmaschine und ein Trockengestell anfertigen. Auch über alle in den verschiedenen Werken gefertigten Stoffe kann Carl Schuss, Kettenmaterial, Calculations- und Verkaufspreise, Lohnverhältnisse und Aufmachung Auskunft erteilen. Die Aufstellungen sind in einer Schrift geschrieben, als kämen sie aus einer Druckerei. Als ein weiteres Betätigungsfeld interessiert sich Carl für die Druckerei und Färberei. Auf diesem Gebiet kann er dank seinem Freund Schulze bei diversen Firmen seine praktische Kenntnisse erweitern. Eigentlich wollte er schon am ersten Juli seinen Antritt zum Einjährig-Freiwilligen Dienst in Düsseldorf antreten. Vom Bezirkskommando erfährt er jedoch, daß er erst am 1.10. ankommen könnte. Vor seiner Abreise gibt er seinen Bekannten in Meerane einen Abschieds-Bierabend.
Wilhelm hatte sich zurückstellen lassen; so dienten sie nun zusammen bei dem teuren Regiment der Düsseldorfer Tanzhusaren ihr einjähriges Dienstjahr. Bislang immer am väterlichen Gängelband, und nun auf einmal außerdienstlich frei über ihre Zeit verfügend, muß ihnen das Leben von seiner angenehmsten Seite aufgegangen sein. Sie hatten es gut, daß ihre älteste Schwester mit ihren jüngeren Schwestern Maria und Luise, die noch auf die Schule gingen, das Haus an der Wasserstraße bewohnten. Da kamen sie gut unter, und für ihre Burschen und Pferde war im geräumigen Pferdestall hinterm Garten Platz genug. Ihr Schwadronschef gab ihnen Urlaub bis zum Wecken, so konnten sie außerdienstlich über ihre Freizeit verfügen, wie sie wollten. Mit anderen Einjährigen wußten sie sich die Abende fröhlich zu gestalten. Man machte Bekanntschaften, wurde zu gesellschaftlichem Verkehr zugezogen, und sie wurden Mitglieder des „Malkastens“, einer Gesellschaft, in der sie viel namhafte Künstler und deren Verehrer kennen lernten. So fanden sie auch zu der Familie Weddigen, die in Lohhausen das Lank´sche Gut und in Düsseldorf in der Jägerhofstraße eine Villa im italienischen Stil bewohnten. Louis Weddigen vermittelte auch den Export nach Amerika und war ein guter Bekannter bei Herminghaus & Co. Da kam es ganz von selbst, daß die Brüder die Töchter Luise und Clara Weddigen kennen lernten, und man sich oft auf Gesellschaften und später in den beiden Familien wiedersah.
Von diesem Dienstjahr wußten alle Beteiligten in den rosigsten Farben zu berichten. Selbst der sonst so auf Sparsamkeit und religiösen Ernst eingestellte Friedrich Wilhelm fand an den fröhlichen Familienzusammenkünften seine helle Freude und kargte nicht mit dem Zuschuss, so brauchten sich seine Söhne keine Beschränkungen in ihren Ausgaben auferlegen.


                                                                                                                ♥ Johann Peter HERMINGHAUS    ♥≈ 13.05.1719 Breckerfeld
∞ ca. 1745
  Katharina Gertrud Wüster
| (1719-....)x1745 ♥ Johann Peter HERMINGHAUS  * 06.11.1745 Wuppertal-Barmen
∞ 20.06.1782 Wülfrath
  Anna Maria Montenbroich
† 11.02.1827 Wülfrath
|♥ Katharina Gertrud WÜSTER  ∞ ca. 1745
  Johann Peter Herminghaus
| (1745-1827)x1782 ♥ Johann Peter HERMINGHAUS  ≈ 23.03.1792 Kettwig
∞ 26.07.1815 Neviges
  Anna Gertrud Rocholz
† 14.06.1840 Wülfrath
| | (1792-1840)x1815 | ♥ Johann Heinrich MONTENBROICH♥≈ 08.09.1729 Kettwig
∞ 20.10.1754 Mettmann
  Maria Katharina Rosendahl
| | | (1729-....)x1754 | |♥ Anna Maria MONTENBROICH  ≈ 28.04.1765 Kettwig
∞ 20.06.1782 Wülfrath
  Johann Peter Herminghaus
|♥ Maria Katharina ROSENDAHL  ♥≈ 21.09.1727 Mettmann
∞ 20.10.1754 Mettmann
  Johann Heinrich Montenbroich
± 20.05.1802 Kettwig
| (1765-....)x1782 (1727-1802) ♥ Friedrich Wilhelm HERMINGHAUS * 08.04.1826 Wülfrath
≈ 04.05.1826 Wülfrath
∞ 03.10.1849 Wülfrath
  Luisa Henriette Dörr
∞ ca. 1890
  Johanna Maria Dörr
† 28.06.1907 Wülfrath
± 01.07.1907 Wülfrath
| | (1826-1907)x1849 | ♥ Johann Bertram RAUCHOLL  ♥≈ 02.02.1703 Düssel
∞ 04.09.1740 Neviges
  Anna Maria Trappmann
± 04.06.1754 Neviges
| | | (1703-1754)x1740 | | ♥ Heinrich Wilhelm ROCHOLZ  * Neviges-Große Höhe
≈ 08.10.1750 Neviges
∞ 27.10.1787 Neviges
  Anna Maria Katharina … Eckermann
† 05.11.1823 Neviges-Große Höhe
|♥ Anna Maria TRAPPMANN  ♥≈ 13.11.1714 Neviges
∞ 04.09.1740 Neviges
  Johann Bertram Raucholl
† 22.03.1793 Neviges-Große Höhe
± 26.03.1793 Neviges
| | | (1750-1823)x1787 (1714-1793) | |♥ Anna Gertrud ROCHOLZ  * 26.04.1794 Neviges
≈ 05.05.1794 Neviges
∞ 26.07.1815 Neviges
  Johann Peter Herminghaus
∞ 28.08.1845 Wülfrath
  Johann Peter Ketzberg
† 23.09.1877 Wülfrath
| | (1794-1877)x1815 | ♥ Wirich ECKERMANN  ♥* 09.09.1716 Velbert
≈ 12.09.1716 Velbert
∞ vor 1748
  Anna Margaretha zu Bachten
∞ 27.08.1761 Velbert
  Susanna Christina Fudickar
∞ 15.11.1766 Velbert
  Anna Christina Bell
† 26.03.1776 Velbert
± 30.03.1776 Velbert
| | | (1716-1776)x1761 | |♥ Anna Maria Katharina Elisabeth ECKERMANN ≈ 11.12.1762 Velbert
∞ 27.10.1787 Neviges
  Heinrich Wilhelm Rocholz
† 08.10.1838 Wuppertal-Elberfeld
|♥ Susanna Christina FUDICKAR  ♥≈ 10.09.1727 Neviges
∞ 27.08.1761 Velbert
  Wirich Eckermann
† 05.03.1765 Velbert
± 16.03.1765 Velbert
| (1762-1838)x1787 (1727-1765) |--Carl Hermann HERMINGHAUS* 12.01.1859 Wülfrath
≈ 07.03.1859 Wülfrath
∞ 18.10.1887 Düsseldorf
  Luise Meta Theresa Weddigen
† 25.07.1917 Remscheid-Lüttringhausen
± 30.07.1917
| (1859-1917)x1887 _______________________________ | | | ♥ Johann Michael DÖRR  * ca. 1764 Wolfstein
∞ 05.01.1797 Gemünd/Eifel
  Sophia Adelheid Fernau
† 17.02.1838 Düren
|_______________________________ | | (1764-1838)x1797 | ♥ Johann Theodor DÖRR  ≈ 01.01.1798 Düren
∞ 10.10.1823 Wülfrath
  Johanna Katharina Luisa Wessel
∞ 04.09.1828 Mettmann
  Johanna Katharina Meisenburg
† 25.11.1862 Wülfrath
| | | (1798-1862)x1823 | ♥ Johannes FERNAU  ∞ ca. 1760
  Maria Katharina Günther
| | | | x1760 | | |♥ Sophia Adelheid FERNAU  ≈ 26.02.1767
∞ 05.01.1797 Gemünd/Eifel
  Johann Michael Dörr
† 17.12.1849 Düren
|♥ Maria Katharina GÜNTHER  ∞ ca. 1760
  Johannes Fernau
| | (1767-1849)x1797 |♥ Luisa Henriette DÖRR  * 15.01.1827 Wülfrath
≈ 18.01.1827 Wülfrath
∞ 03.10.1849 Wülfrath
  Friedrich Wilhelm Herminghaus
† 13.11.1888 Wülfrath
± 16.11.1888 Wülfrath
| _______________________________ (1827-1888)x1849 | | | ♥ Johann Friedrich WESSEL  * ca. 1748
∞ ca. 1780
  Maria Christina Köhler
∞ 18.03.1785 Wülfrath
  Anna Gertrud Pieper
† 27.05.1819 Wülfrath
|_______________________________ | | (1748-1819)x1785 |♥ Johanna Katharina Luisa WESSEL ≈ 16.03.1792 Wülfrath
∞ 10.10.1823 Wülfrath
  Johann Theodor Dörr
† 15.01.1827 Wülfrath
| (1792-1827)x1823 | ♥ Philipp Jakob PIEPER  ♥* ca. 1722 Wülfrath
∞ 04.02.1755 Wülfrath
  Anna Margaretha Erff
† 22.10.1806 Wülfrath
| | (1722-1806)x1755 |♥ Anna Gertrud PIEPER  * 03.06.1761 Wülfrath
∞ 18.03.1785 Wülfrath
  Johann Friedrich Wessel
|♥ Anna Margaretha ERFF  ♥≈ 11.03.1734 Wülfrath
∞ 04.02.1755 Wülfrath
  Philipp Jakob Pieper
† 29.05.1815 Wülfrath
(1761-....)x1785 (1734-1815)
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