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 Christian Carl Clemen

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Tafelindex:Namenindex zu den Prominententafeln5 „Clemen“ auf 47 Anschlusstafeln

Personendaten:männlich (1865 – 1940) Eltern:Stammbaum  Verbindung 1:Familienblatt Maria Elisabeth (Marie) Elterich* 15.04.1869 Oschatz
∞ 23.05.1893 Halle/Saale
  Christian Carl Clemen
∞ 1906
  Josef Pembaur
† 30.01.1937 München
  (1869 – 1937) Verbindung 2:Familienblatt Anna Johanna Maria (Annita) Müller* 16.10.1885 Mailand, Italien
≈ 20.12.1885 Mailand, Italien
∞ 12.06.1908 Iserlohn
  Christian Carl Clemen
† 23.11.1946 Greifswald
  (1885 – 1946)

Anmerkungen und LiteraturBibliografie

http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Clemen
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00016319/image_296 (NDB)
Ulrich Vollmer, Carl Clemen (1865-1940) als Emeritus, in: Zeitschrift für Religionswissenschaft 9 (2001), 185-203; ders., Carl Clemen und die iranische Religion, in: Manfred Hutter (Hg.), Religionswissenschaft im Kontext der Asienwissenschaften. 99 Jahre religionswissenschaftliche Lehre und Forschung in Bonn, Münster 2009, 99-111

Gustav Mensching, in: 150 Jahre Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn 1818-1968. Bonner Gelehrte. Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in Bonn. Geschichtswissenschaften, Bonn 1968, 455-458:

CARL CLEMEN (1865-1940)
Der erste Inhaber eines Lehrstuhls für Religionsgeschichte und Religionswissenschaft in der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, CARL CLEMEN, wurde am 30. März 1865 in Sommerfeld bei Leipzig als Sohn des dortigen Pfarrers Dr. AUGUST CLEMEN und seiner Ehefrau HELENE geb. VOIGT geboren. Seine Schulausbildung erhielt er auf der Fürstenschule in Grimma, nachdem er dort zunächst die Bürgerschule und das Progymnasium besucht hatte nach der Berufung seines Vaters zum Professor und Religionslehrer an der Fürstenschule. 1884 bestand CARL CLEMEN die Reifeprüfung und leistete anschließend seinen Militärdienst ab.
CLEMEN studierte sodann evangelische Theologie in Tübingen, Leipzig, Halle und Berlin und legte das erste theologische Examen 1888 in Leipzig ab. Zum Dr. phil wurde er 1889 in Leipzig promoviert mit einer Arbeit über Die religionsphilosophische Bedeutung des stoisch-christlichen Eudämonismus in Justins Apologie. Eineinhalb Jahre war er danach in London als Hilfsgeistlicher tätig, wo er zugleich theologischen Studien oblag. Das zweite theologische Examen legte er 1890 in Dresden ab und habilitierte sich zwei Jahre später in der Theologischen Fakultät in Halle für Neutestamentliche Theologie mit einer Habilitationsschrift Prolegomena zur Chronologie der paulinischen Briefe. 1897 wurde CLEMEN in Halle der Professortitel verliehen.
Ein neuer Lebensabschnitt begann für CLEMEN 1903; denn in diesem Jahre habilitierte er sich nach Bonn um, wo er Neutestamentliche und Systematische Theologie vertrat. Auch über Altes Testament und Praktische Theologie hat CLEMEN zeitweilig gelesen. Zugleich war er zu Anfang seiner Bonner Zeit als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an der Universitätsbibliothek tätig. Seine Arbeit in Bonn wurde 1908/09 durch einen Aufenthalt in Chicago unterbrochen, wo er Gastvorlesungen hielt. Zum Calvin-Jubiläum 1909 verlieh die Universität Zürich CLEMEN den theologischen Ehrendoktor-Titel.
CLEMEN schied 1910 aus der Evangelisch-Theologischen Fakultät aus und wurde im gleichen Jahre zum außerordentlichen Professor in der Philosophischen Fakultät ernannt mit Lehrauftrag für Religionsgeschichte, Religionsphilosophie und Geschichte des ältesten Christentums. Zehn Jahre später, 1920, wurde CLEMEN zum ordentlichen Professor der Religionsgeschichte und zum Direktor des neugegründeten Religionswissenschaftlichen Seminars ernannt. Im Wintersemester 1932/33 wurde er Dekan der Philosophischen Fakultät, doch konnte er sein Dekanatsjahr nicht zu Ende führen, da er zum l. April 1933 mit Erreichung der Altersgrenze emeritiert wurde. Vorlesungen hat er jedoch noch bis zum Jahre 1936 gehalten. Am 8. Juli 1940 starb CARL CLEMEN in Bonn.
Um CLEMENS Arbeit und seine Stellung innerhalb der Wissenschaftsgeschichte des von ihm vertretenen Faches würdigen zu können, werfen wir kurz einen Blick auf die Strömungen der evangelischen Theologie des beginnenden 20. Jahrhunderts; denn aus der Theologie kam CLEMEN und durch diese Strömungen war seine Arbeit entscheidend bestimmt. 1904 wurde auf einen Kreis junger Gelehrter in Göttingen der Begriff „Religionsgeschichtliche Schule“ angewandt. Zu diesem Kreise gehörten theologische Forscher wie GUNKEL, BOUSSET, J. WEISS, WREDE, HEITMÜLLER, GRESSMANN und TROELTSCH. Das entscheidend Neue der Arbeit dieser Forscher bestand darin, daß durch sie erstmalig Altes und Neues Testament in die außerbiblische Umwelt hineingestellt wurden, um - in einer Zeit beginnender religionsgeschichtlicher Forschung außerhalb der Theologie - die Frage zu stellen nach etwaigen Abhängigkeiten biblischer Vorstellungen und Kultformen von den Religionen der Umwelt. So wurde z. B. die Bedeutung des Iran für die biblische Eschatologie entdeckt. Auch die Hellenisierung des Christentums war ein damals viel diskutiertes Problem. Die Abhängigkeit des Johannes-Evangeliums von der außerchristlichen Gnosis und die anderer biblischer Bücher von altorientalischen Quellen wurde untersucht. Natürlich achtete man auch darauf, die Eigenart und umprägende Kraft des im Alten und Neuen Testament bezeugten Glaubens zu erfassen. Eine Fülle unumstößlich sicherer Erkenntnisse wurde auf diese Weise gewonnen. Wenngleich innerhalb der evangelischen Theologie seit der Zeit nach dem Ersten Weltkriege bis in die Gegenwart hinein diese von der Religionsforschung befruchtete Theologie ausgelöscht wurde durch die von KARL BARTH inaugurierte sogenannte Dialektische Theologie, die die Bibel ausschließlich als Offenbarung, nicht aber als Religion bzw. als religionsgeschichtliches Dokument anerkennt, so kann man doch mit HEMPEL (Die Religion in Geschichte und Gegenwart, 3. Aufl. Bd V, Sp. 993) sagen: „Keine Dogmatik kann die von der Religionsgeschichtlichen Schule aufgezeigten Gegebenheiten aus der Welt schaffen“.
Wenn man auch nicht ausdrücklich CLEMEN zum Kreise dieser Religionsgeschichtlichen Schule rechnet, so gehört doch seine Arbeit in diese Forschungsrichtung und ist von den oben genannten Persönlichkeiten beeinflußt. CLEMEN hat mit eminentem Fleiß und umfassender Gelehrsamkeit Arbeiten zu verschiedenen Gebieten der Theologie und der Religionsgeschichte geliefert. Mit Untersuchungen über das Neue Testament und über einzelne seiner Schriften begann die wissenschaftliche Produktion CLEMENS. Doch schon sehr bald wurden die Erscheinungsformen des Christentums von ihm im Lichte der religionsgeschichtlichen Forschung gesehen, im Geiste also jener Religionsgeschichtlichen Schule, von der die Rede war. 1900 erschien seine Schrift Niedergefahren zu den Toten, in der jener Passus des Nicänischen Glaubensbekenntnisses religionsgeschichtlich untersucht wurde. Wenige Jahre später veröffentlichte CLEMEN eine grundsätzliche Untersuchung über Die religionsgeschichtliche Methode in der Theologie (1904). Besondere Beachtung fand unter den Arbeiten CLEMENS die Religionsgeschichtliche Erklärung des Neuen Testamentes, die 1909 in erster und 1924 in zweiter Auflage erschien.
Auch zur Praktischen Theologie hat CLEMEN einige Beiträge geliefert, z. B. eine Schrift Zur Reform der praktischen Theologie (1907) und ein Quellenbuch zur praktischen Theologie, das in drei Teilen 1910 erschien.
Außer diesen mit dem Christentum und seinen Lehren in Beziehung stehenden Untersuchungen hat CLEMEN natürlich auch zahlreiche Untersuchungen zur allgemeinen und speziellen Religionsgeschichte veröffentlicht. So erschien z. B. 1920 eine Schrift über Das Leben nach dem Tode im Glauben der Menschheit. Diese Arbeit gehört in den Bereich dessen, was wir heute Religionsphänomenologie nennen, und die in CLEMENS Schaffensperiode erst im Entstehen begriffen war. Auch lag CLEMEN diese systematische Disziplin offenbar weniger als die Religionsgeschichte. Ganz gegen Ende seines Lebens hat er noch einmal das Thema aufgegriffen, das am Anfang der Reihe seiner Veröffentlichungen steht: 1897 hatte er über Die christliche Lehre von der Sünde geschrieben, 1936 erschien eine kleine Schrift Das Problem der Sünde, in der im Sinne der Religionsphänomenologie die Idee der Sünde nicht nur im Bereich des Christentums sondern auch in außerchristlichen Religionen untersucht wurde. Zahlreiche Arbeiten CLEMENS beschäftigten sich sodann mit eigentlicher teils allgemeiner teils spezieller Religionsgeschichte. So schrieb CLEMEN z.B. 1921 über Die nichtchristlichen Kulturreligionen in ihrem gegenwärtigen Zustande und 1926/31 gab CLEMEN zwei Bände Reli-gionsgeschichte Europas heraus. Von einzelnen Religionen behandelte CLEMEN die urgeschichtliche Religion (1932), die altgermanische (1934), die etruskische (1936) und die phönikische Religion (1939).
Von bleibender Bedeutung ist die von CLEMEN ins Leben gerufene Sammlung von Quellen über verschiedene Religionen, über die sich in lateinischen und griechischen Schriftstellern Zeugnisse finden. Diese Sammlung trägt den Titel „Fontes historiae religionis ex auctoribus graecis et latinis collecti“. In dieser Sammlung veröffentlichte CLEMEN selbst Quellen zur persischen (1920) und zur germanischen (1928) Religion sowie zu primitiven, präindogermanischen und indogermanischen Religionen (1936).
Ein Gebiet, das mit der Religionsforschung hinsichtlich seiner religiösen Phänomene in Beziehung steht, das der Volkskunde, hat CLEMEN stets mit Interesse betrachtet und durch einige Veröffentlichungen bereichert: 1921 erschien in erster Auflage, der 1925 eine zweite Auflage folgte, sein Buch Deutscher Volksglauben und Volksbrauch und noch 1940 schrieb CLEMEN über Das Brauchtum der Trinitatiszeit.
Auch als Herausgeber hatte CLEMEN Verdienste: außer den oben genannten „Fontes“ veröffentlichte er eine Religionsgeschichtliche Bibliographie im Anschluß an das „Archiv für Religionswissenschaft“ (seit 1917); ferner gab er eine Reihe „Untersuchungen zur Allgemeinen Religionsgeschichte“ (seit 1927) heraus und einen Sammelband mit Aufsätzen verschiedener Autoren Die Religionen der Erde (1927). Das Buch wurde nach CLEMENS Tode in überarbeiteter Form in zweiter Auflage herausgegeben (1950), auch ins Französische ist dieses Werk übersetzt worden (Les Religions du monde, 1930).
Wir beschränken uns auf diese Angaben, die zeigen sollten, daß CARL CLEMEN sich auf zahlreichen Gebieten der Theologie, der Religionsgeschichte und der Volkskunde betätigt hat.
Zum Schluß sei darauf hingewiesen, daß CLEMEN erhebliche Verdienste um die Begründung des Religionswissenschaftlichen Seminars und um die Weiterführung der religionswissenschaftlichen Forschung in Bonn hat. Es spiegelt sich in dem von CLEMEN mit zäher Energie geführten Kampf um die Errichtung und Erhaltung sowohl eines Lehrstuhles für Religionswissenschaft als auch des Seminars und seiner Bibliothek, den wir aufgrund der Fakultätsakten in seinen Etappen als Beitrag zur Geschichte des religionswissenschaftlichen Seminars in Bonn kurz nachzeichnen wollen, die allgemeine Situation der Religionswissenschaft in Deutschland.
Schon 1913 war es CLEMEN gelungen, aus privaten Mitteln eine kleine religionsgeschichtliche Bibliothek zu errichten, die provisorisch im Akademischen Kunstmuseum aufgestellt wurde, wo sich bereits die sogenannte Mommsen-Usener-Bibliothek befand. Religionsgeschichtliche Lehrstühle gab es zu CLEMENS Zeit bereits in zahlreichen Ländern: an den Universitäten Frankreichs seit 1880, Hollands seit 1877, Italiens seit 1886. Auch in Schweden und in Nordamerika gab es religionsgeschichtliche Lehrstühle. Erst 1910 erhielt CLEMEN als erster Gelehrter in einer Philosophischen Fakultät ein religionsgeschichtliches Extraordinariat, also in bedeutendem Zeitabstand von den Universitäten des Auslands. In einer Sitzung der vereinigten philosophischen, philologischen und historischen Abteilungen der Philosophischen Fakultät vom 4. Januar 1914 wurde ein Antrag an die Fakultät beschlossen, der dann auch am 6. Februar 1914 von der Fakultät an das Kultusministerium weitergeleitet wurde, und der das Ersuchen ausdrückte, unter Benutzung der im Akademischen Kunstmuseum aufgestellten Mommsen-Usener-Bibliothek, die bereits etliche religionsgeschichtliche Werke enthielt, und der aus privaten Mitteln erstellten kleinen religionsgeschichtlichen Bibliothek eine Seminarbibliothek zu schaffen und dazu auch ein Religionswissenschaftliches Seminar zu begründen. Auf diesen Antrag der Philosophischen Fakultät erfolgte am 7. April 1914 die Mitteilung des Ministeriums, daß man die private Anschaffung von Büchern begrüße. Offenbar verhinderte der Ausbruch des Ersten Weltkrieges eine Entscheidung über die Errichtung eines Religionswissenschaftlichen Seminars; denn am 26. Juni 1919 richtete die Philosophische Fakultät erneut einen Antrag an das Ministerium auf Errichtung dieses Seminars. Daraufhin teilte das Ministerium unter dem 2. August 1919 mit, daß dies nur möglich sei, wenn die Kosten für Einrichtung und Unterhaltung des geplanten Seminars sichergestellt seien. Staatliche Mittel kämen dafür weder jetzt noch künftig in Frage. Auf einen erneuten Bericht der Fakultät vom 6. Oktober 1919 wurde mit Erlaß vom 27. Januar 1920 das Religionswissenschaftliche Seminar vom Ministerium genehmigt. Seine Leitung wurde CLEMEN übertragen. Aber auch in diesem Erlaß wurde darauf hingewiesen, daß auch in Zukunft für Seminarbedürfnisse keine staatlichen Mittel in Anspruch genommen werden dürften. Das hat sich in den letzten Jahren der Amtstätigkeit CLEMENS zwar geändert, doch war der im Etat angesetzte Betrag äußerst gering.
CARL CLEMEN wurde zum l. April 1933 emeritiert. Die Fakultät beantragte, daß er beauftragt werden möge, seinen Lehrstuhl auch nach seiner Emeritierung zu vertreten. Dieser Antrag wurde am 18. Mai 1932 vom Ministerium abgelehnt mit der Begründung, der im Etat als „künftig wegfallend“ (kw) bezeichnete Lehrstuhl bestünde mit der Emeritierung CLEMENS nicht mehr und könne daher auch nicht mehr von ihm vertreten werden. Aber die Leitung des Seminars durch CLEMEN und die Erhaltung der Seminarbibliothek wurde mit Erlaß vom 7. Dezember 1932 genehmigt. Noch einmal wurde der Versuch gemacht, den religionsgeschichtlichen Lehrstuhl wieder zu errichten. Am 27. Mai 1935 richtete CLEMEN selbst einen entsprechenden Antrag an das Ministerium, die durch ihn geschaffene Tradition religionsgeschichtlicher Forschung in Bonn nicht abreißen zu lassen. Der damalige Dekan ERICH ROTHACKER befürwortete diesen Antrag. Doch am 3. Juli 1935 erfolgte eine Ablehnung des Antrages durch das Ministerium. So war es das Verdienst CLEMENS, daß er, wenn auch nicht der Lehrstuhl im Etat der Universität bewahrt wurde, doch das Religionswissenschaftliche Seminar mit seiner Bibliothek seinem Nachfolger GUSTAV MENSCHING übergeben konnte, der zum l. April 1936 mit der Leitung des Seminars beauftragt wurde. Die Wiedererrichtung des Lehrstuhls hat CARL CLEMEN nicht mehr erlebt. Sie erfolgte auf Antrag der Philosophischen Fakultät im Jahre 1942.
Man kann diesen bescheidenen und gütigen Menschen nicht besser charakterisieren, als es im Nachruf der Universität vom 10. Juli 1940 geschah, wo es von ihm heißt: er war „ein guter Gelehrter, ein ausgezeichneter Lehrer und ein Mann untadeligen Charakters“.
D. Religion in Gesch. u. Gegenwart, I, l. Aufl. 1909, Sp. 1829 f. - Dass., I, 2. Aufl. 1927, Sp. 1687. - Forsch. u. Fortschritte, 1935, 119. - Christ, u. Welt, 1940, 353 f. - SCHAFF-HERZOG, Encyclopedia of Religious Knowledge III, 1958, 131. - Neue Deutsche Biogr. III, 280.


                                                                                                         ♥ Johann Gottfried CLEMEN            ♥≈ 17.12.1719 Döbeln
∞ 25.10.1746 Döbeln
  Maria Sophia Gießner
† 19.07.1773 Döbeln
| (1719-1773)x1746 ♥ Christian Friedrich CLEMEN  * 20.03.1754 Döbeln
≈ 22.03.1754
∞ 22.11.1801 Döbeln
  Johanna Carolina Hellmuth
† 20.12.1816 Döbeln
|♥ Maria Sophia GIEßNER  ♥* 22.03.1726
∞ 25.10.1746 Döbeln
  Johann Gottfried Clemen
† 25.08.1768
| (1754-1816)x1801 (1726-1768) ♥ Christian Friedrich CLEMEN  * 20.06.1808 Döbeln
≈ 22.06.1808
∞ 17.07.1836 Marbach
  Johanna Carolina Schlegel
∞ 12.05.1846
  Christiane Juliane Große
† 29.12.1890 Döbeln
| | (1808-1890)x1836 | ♥ Johann Gottlieb HELLMUTH  ∞ vor 1774
  Anna Maria Mehnert
† vor 11.1801
| | | (....-1801)x1774 | |♥ Johanna Carolina HELLMUTH  * 07.03.1774 Döbeln
≈ 09.03.1774 Döbeln
∞ 22.11.1801 Döbeln
  Christian Friedrich Clemen
† 08.06.1831 Döbeln
|♥ Anna Maria MEHNERT  ♥∞ vor 1774
  Johann Gottlieb Hellmuth
| (1774-1831)x1801 ♥ Christian August Julius CLEMEN * 06.12.1838 Döbeln
≈ 12.12.1838 Döbeln
∞ 21.10.1863 Leipzig-Schönefeld
  Helene Voigt
† 01.04.1920 Grimma
| | (1838-1920)x1863 | ♥ Johann Gottlieb SCHLEGEL  ∞ vor 1770
  Anna Rosina Neubert
| | | x1770 | | ♥ Johann Gotthelf SCHLEGEL  * 29.10.1770 Obermarbach
∞ 22.10.1797 Gleisberg/Döbeln
  Johanna Rosina Crell
† 06.07.1814 Marbach
|♥ Anna Rosina NEUBERT  ∞ vor 1770
  Johann Gottlieb Schlegel
| | | (1770-1814)x1797 | |♥ Johanna Carolina SCHLEGEL  * 13.11.1808 Niedermarbach/Nossen
≈ 15.11.1808 Marbach
∞ 17.07.1836 Marbach
  Christian Friedrich Clemen
† 27.02.1843 Döbeln
± 02.03.1843 Döbeln
| | (1808-1843)x1836 | ♥ Johann Martin CRELL  ♥* 16.11.1748 Gleisberg/Döbeln
∞ ca. 1770
  Anna Maria Christina Gapsch
† 06.06.1818
| | | (1748-1818)x1770 | |♥ Johanna Rosina CRELL  * 09.12.1773 Bodenbach
∞ 22.10.1797 Gleisberg/Döbeln
  Johann Gotthelf Schlegel
† 30.10.1850 Nossen/Meißen
|♥ Anna Maria Christina GAPSCH  ♥* 24.04.1747 Wendischbora
∞ ca. 1770
  Johann Martin Crell
† 16.05.1802
| (1773-1850)x1797 (1747-1802) |--♥ Christian Carl CLEMEN* 30.03.1865 Sommerfeld/Leipzig
≈ 18.04.1865 Sommerfeld/Leipzig
∞ 23.05.1893 Halle/Saale
  Maria Elisabeth Elterich
∞ 12.06.1908 Iserlohn
  Anna Johanna Maria Müller
† 08.07.1940 Bonn
± 12.07.1940 Bonn
| (1865-1940)x1893 ♥ Georg Christian VOIGT  ♥* 19.01.1734 Schloßvippach
≈ 20.01.1734 Schloßvippach
∞ 30.11.1771 Erfurt
  Martha Christiane Müller
† 13.01.1796 Erfurt
± 15.01.1796 Erfurt
| | (1734-1796)x1771 | ♥ Adam Friedrich Christian VOIGT  * 06.10.1772 Erfurt
≈ 09.10.1772 Erfurt
∞ 11.02.1796 Naumburg/Saale
  Friederike Sophie Elisabeth Kirsten
† 06.03.1809 Naumburg/Saale
|♥ Martha Christiane MÜLLER  ♥* 16.10.1737 Erfurt
∞ Schellhaas
∞ 30.11.1771 Erfurt
  Georg Christian Voigt
† 07.02.1801 Erfurt
| | (1772-1809)x1796 (1737-1801) | ♥ Carl Friedrich Eduard VOIGT * 26.11.1805 Naumburg/Saale
≈ 11.12.1805 Naumburg/Saale
∞ 10.11.1830 Groß-Zschocher
  Henriette Kuntze
∞ 20.01.1841 Leipzig-Schönefeld
  Bertha Carolina Constantin
† 15.06.1881 Leipzig
| | | (1805-1881)x1841 | ♥ Johann Christoph KIRSTEN  ♥* 08.03.1717 Querfurt
≈ 10.03.1717 Querfurt
∞ Eva Winkler
∞ 28.05.1769 Naumburg/Saale
  Friederike Erdmuthe Hahn
† 04.1773 Naumburg/Saale
| | | | (1717-1773)x1769 | | |♥ Friederike Sophie Elisabeth KIRSTEN * 25.05.1772 Naumburg/Saale
≈ 27.05.1772 Naumburg/Saale
∞ 11.02.1796 Naumburg/Saale
  Adam Friedrich Christian Voigt
† 28.01.1823 Naumburg/Saale
± 01.02.1823 Naumburg/Saale
|♥ Friederike Erdmuthe HAHN  ♥* 01.12.1737 Freyburg (Unstrut)
∞ 28.05.1769 Naumburg/Saale
  Johann Christoph Kirsten
∞ 20.04.1777
  Johann Friedrich Zätsch
† 06.03.1802 Naumburg/Saale
| | (1772-1823)x1796 (1737-1802) |♥ Helene VOIGT  * 14.06.1842 Leipzig
≈ 06.07.1842 Leipzig
∞ 21.10.1863 Leipzig-Schönefeld
  Christian August Julius Clemen
† 18.11.1907 Grimma
± 22.11.1907 Grimma
| (1842-1907)x1863 | ♥ Christian Friedrich Carl CONSTANTIN ∞ vor 1783
  Christiane Charlotte
| | x1783 | ♥ Friedrich Wilhelm CONSTANTIN  * 20.03.1783 Zeitz
≈ 24.03.1783 Zeitz
∞ 19.04.1813 Zeitz
  Johanna Carolina Seidenschnur
† 15.07.1826 Leipzig
|♥ Christiane Charlotte  ∞ vor 1783
  Christian Friedrich Carl Constantin
| | (1783-1826)x1813 |♥ Bertha Carolina CONSTANTIN  * 17.11.1818 Leipzig
≈ 29.11.1818 Leipzig
∞ 20.01.1841 Leipzig-Schönefeld
  Carl Friedrich Eduard Voigt
† 21.08.1861 Leipzig
| (1818-1861)x1841 | ♥ Johann Michael SEIDENSCHNUR  * ca. 1750
∞ 02.04.1780 Leipzig
  Johanna Maria Hirschstein
† 1799 Leipzig
| | (1750-1799)x1780 |♥ Johanna Carolina SEIDENSCHNUR  * 25.05.1789 Leipzig
≈ 31.05.1789 Leipzig
∞ 19.04.1813 Zeitz
  Friedrich Wilhelm Constantin
† 25.06.1885 Leipzig
|♥ Johanna Maria HIRSCHSTEIN  ♥≈ 12.08.1753 Leipzig
∞ 02.04.1780 Leipzig
  Johann Michael Seidenschnur
† 02.04.1796 Leipzig
(1789-1885)x1813 (1753-1796)
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